Ostern- bald ein Trümmerhaufen
Ostern- bald ein Trümmerhaufen
Früher war Ostern eines der schönsten Gemeinden im Banat. Gepflegte Häuser, reges Kulturleben, Brauchtumspflege und Wohlstand kennzeichneten unsere Heimatgemeinde. Heute sind viele Häuser, vor allem am Rande des Dorfes, zerstört oder teilweise nicht mehr bewohnbar. Auf den Straßen vor den Häuser und in den Höfen sind Ziegelsteine aufgehäuft die aus dem Abriss der Gebäude stammen und zum Verkauf angeboten werden. Wo immer Baumaterial zu ergattern war, sind auch andere Objekte zum Opfer der Geschäftmacher gefallen wie: Brandweinhaus, im Wäldchen der Traktorenpark, der "Schrotter" und die Bauten am ehemaligen "Strand". Hier wurde auch eine Sandgrube erschlossen, die Ostern mit Sand versorgt.
In den bewohnten Häuser, wo sich die Neuankömmlinge niedergelassen haben, ist ein Großteil der Nebengebäude teilweise oder ganz verschwunden- ganz zu Schweigen von dem zustand der Häuser oder von den Neuankömmlinge bewirtschaften Gärten. Brauchbares Baumaterial wurde von ihnen - auch Einheimische beteiligten sich an diesem "Geschäft" - bedarfsgerecht hergerichtet und vermarktet oder selbst verwendet. Obwohl alle noch stehenden Häuser bewohnt sind, ist nicht auszuschließen, das der Abriss weiterer Häuser nicht verhindert wird. Die Gemeindeverwaltung aus Groß-Komlosch, die auch für Ostern zuständig ist, unternimmt gegen diese Zerstörung nichts. Die Ortsansässigen von Ostern klammern sich an die Hoffnung, dass sich dies ändert, wenn, wie es heißt, das Dorf wieder Gemeindesitz wird. Falls es dann nicht zu spät ist! Schon zu viele Häuser sind zu Schutt- und Trümmerhaufen geworden.
Die Anzahl der deutschen Einwohner wird im Einwohnersamt von Groß-Komlosch nicht getrennt geführt. Daher ist sie auch unbekannt. Nach unser Recherchen leben noch ca. 51 Deutsche in Ostern.


